Verkehrsgerichtstag fordert Navigationsgeräte ohne Extras

IT/Technik   Admin Markus Thalmann    25.1.2008, 18:11 Uhr  

Der Verkehrsgerichtstag fordert Navigationsgeräte ohne Extras. Sie meinen, dass diese Geräte mit Fernseher, DVD-Player, Kombigeräte wie Handys mit TV-Funktion die Autofahrer nur ablenken würden und es dann zum Unfall kommen würde. Geräte, die nur den Weg weisen, seihen ungefährlich. „Wahrnehmungsexperimente belegen, dass uns durch die Konzentration auf eine Aufgabe möglicherweise etwas ganz Wichtiges in einem anderen Bereich entgeht und gerade dadurch die Verkehrssicherheit gefährdet ist”, so die Experten. Außerdem sagen sie, dass Navis gefährlicher als Handys sind.

Quelle: heute.de

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1) Brati schrieb am 26.1.2008 um 14:12 Uhr:

"Geräte, die nur den Weg weisen, seihen ungefährlich."
Gilt dies nur, wenn der Weg von einer Stimme angesagt wird oder auch wenn man auf den Monitor schauen muss? Denn auch bei einem kurzen Blick auf die Straßenkarte kann man im dichten Stadtverkehr schnell mal ein Verkehrsschild oder ein Auto übersehen. Diese sind auf dem Bildschirm schließlich nicht vermerkt.

Dass Videos vom Fahren ablenken ist klar. Wenn ich ein Video anschaue, dann übersehe ich Straßenschilder, kleine Kinder und was man noch so übersehen kann. Bei einem Handy (mit Freisprechanlage) sieht man die Straße noch, allerdings ist auch hier die Konzentration ein wenig eingeschränkt, da das Gehirn sich auf die Verarbeitung des Gesagten konzentrieren muss (zumindest kann ich nicht zugleich zuhören und lesen / programmieren) *. Außerdem hat man mit einem Handy (also der in Deutschland verbotenen Version ohne Freisprechanlage) nicht beide Hände frei und ist daher im Ernstfall weniger schnell reaktionsfähig.

Bildschirme im Auto für Videos etc. sind nur ok, wenn der Fahrer diese nicht mitbenutzen kann, also gar nicht erst verleitet wird, sie zu verwenden.

* kann natürlich auch sein, dass es beim Fahren anders ist. Ich habe noch keinen Führerschein, aber viele Autofahrer wechseln ja ohne Probleme ein paar Worte mit dem Beifahrer.

2) Markus F. schrieb am 26.1.2008 um 15:48 Uhr:

Das hast du Recht!

3) DJH schrieb am 26.1.2008 um 16:14 Uhr:

Also reden und fahren is so eigentlich kein Problem, genauso Musik hören und fahren. Aber das is natürlich kein visueller Reiz der stört, und im Straßenverkehr gehts ja hauptsächlich ums visuelle.

Es kann nur mal vorkommen, dass man sich vor lauter Reden verfährt, weil man eigentlich wo anders hin wollte, aber den Standardweg zur Arbeit / Uni /... eingeschlagen hat. Das kommt aber auch ohne Ablenkung vor und auch uffm Fahrrad :P

4) Admin Benno Rott schrieb am 28.1.2008 um 16:24 Uhr:

@DJH: Was aber nicht heißt, dass Reden und Fahren nicht ungefährlicher ist ;-)
Die Konzentration ist definitiv nicht mehr nur beim Fahren, sondern beim Fahren, Denken und Reden. Das kann den Reaktionsweg bei einer Gefahr enorm verlängern.

5) tomig schrieb am 29.1.2008 um 23:40 Uhr:

als nächstes wird das rauchen im auto verboten! dann hat man bald keine freude mehr

6) Admin Max Maass schrieb am 31.1.2008 um 19:48 Uhr:

Also, ich hätte nix gegen so ein Verbot... Disclaimer: Alle geäußerten Meinungen spiegeln einzig und allein die Meinung des Redakteurs und keinesfalls die des Nexem.-Teams wieder, bla bla bla :P

7) Brati schrieb am 03.2.2008 um 14:42 Uhr:

Ein Verbot für Zigaretten am Steuer wäre durch folgende Aussage von mir zu bekräftigen:
"Außerdem hat man mit einem Handy (also der in Deutschland verbotenen Version ohne Freisprechanlage) nicht beide Hände frei und ist daher im Ernstfall weniger schnell reaktionsfähig."
Auch mit einer Zigarette in der Hand ist man nicht so schnell reaktionsfähig, um z.B. an Lenkrad und Schaltknüppel zu kommen, eventuell auch Handbremse, wenn man mit der gut bremsen kann oder die Fußbremse ausgefallen ist. Ein Auto ist nun mal so konstruiert, dass man zwei Hände dafür benötigt.

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