Microsoft macht bei chinesischen Windows-Usern den Bildschirm schwarz

Hard- & Software   Admin Xeco    22.10.2008, 21:12 Uhr  

Anlässlich des gestrigen weltweiten Anti-Piracy-Days lässt Microsoft seit gestern bei chinesischen Windows-Users, deren Betriebssystem die Windows Genuine Advantage-Prüfung nicht besteht, einmal pro Stunde den Bildschirm schwarz werden weist und mit einer Meldung auf die unrechtmäßige Windows-Kopie hin.

Nach 45 Tagen soll die stündliche Arbeitsunterbrechung aber wieder verschwinden.

Einer Schätzung einer chinesischen Zeitung zufolge sollen etwa eine Million Nutzer von dieser Maßnahme „betroffen” sein.

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Kommentare/Trackbacks lesen

1) Admin Christian Blechert schrieb am 22.10.2008 um 21:54 Uhr:

lol.
Mehr fällt mir dazu echt nicht ein...

2) Admin zombie3456 schrieb am 22.10.2008 um 21:54 Uhr:

Haben sie Angst vor der Macht der westlichen Nutzer oder machen die chinesischen Kopierer einen so großen Teil aus, dass die schon reichen? Andererseits würde sich dann wieder die Frage stellen: Warum nicht die restlichen 10% auch noch nerven?

3) Funatiker schrieb am 22.10.2008 um 23:14 Uhr:

Was für einen Unterschied macht das, ob man durch einen Bluescreen oder einen Blackscreen unterbrochen wird?

4) Jack schrieb am 23.10.2008 um 10:45 Uhr:

Lieber einen Black-Screen, bei dem nicht sofort zig Dateien beschädigt werden ;-) ... wobei diese neue "Funktion" sicher wieder das System so durcheinander bringt, dass es einen Blue-Screen nach sich zieht.

5) dead schrieb am 24.10.2008 um 19:49 Uhr:

Das lustige ist, dass in vielen Ländern gerade die Raubkopien Windows zu Ruhm verholfen hat^^
Stellt euch mal vor was wäre Windows wirklich ein 100%igen Kopieschutz hätte. Dann wären die Alternativen wesentlich besser im Rennen ;-)

6) Funatiker schrieb am 25.10.2008 um 13:13 Uhr:

dead, du hast endlich das ausgesprochen, was mir schon Jahren auf der Zunge lag. Windows hat seine Popularität nur durch Raubkopien.

7) Admin zombie3456 schrieb am 25.10.2008 um 17:50 Uhr:

"Windows hat seine Popularität nur durch Raubkopien."
Sicher? Ich würde eher sagen, Windows hat seine Popularität erreicht, weil Microsoft bereits 1995 ein sehr leicht für Normalverbraucher verwendbares Betriebssystem herausbrachte. Es entwickelte sich folglich als Standardsystem für verkaufte Rechner und hat sich bis heute gehalten. Sicherlich kann man sagen, dass der Status heute eher aus der Tradition herauskommt, da es inzwischen auch gute kostenlose Alternativen gibt. Trotzdem wage ich es hier zu sagen, dass auch Distributionen wie Ubuntu heute noch nicht für Normalnutzer geeignet sind, da man doch immer wieder mit technischen Problemen zu kämpfen hat, die jemand, der vielleicht 1h am Tag den PC nutzt, weil er etwas erledigen muss, einfach nicht lösen kann.

8) joman schrieb am 26.10.2008 um 13:51 Uhr:

Also ich muss dead und zombie3456 zustimmen.

Ich finde schon, dass manche Software durch Kopien erst so richtig populär geworden ist.
Bei Windows ist halt zusätzlich der Aspekt zu sehen, dass Microsoft als erstes ein Idiotensicheres System herausgebracht hat.

Ich persönlich hole mir von einem Programm auch meistens erst einmal eine Kopie. Wenn sich das Programm sich dann bewährt, kaufe ich es mir. So kommt man auch zu neuer Software. Weil ich hab kein Geld über, um zu testen, ob ein Programm sich jetzt wirklich lohnt. Dann sind 30 € pro Programm doch recht viel.

9) BPhoenix schrieb am 26.10.2008 um 15:33 Uhr:

Naja selbst ohne Raubkopien wäre Windows wahrscheinlich Nummer 1. Denn in der damaligen Zeit gab es keine Alternative für den Privatanwender auf einem PC! Es mag zwar sein dass Leute es am Anfang vielleicht nicht geholt hätte, jedoch wurde das System auch mit Fertigrechnern verkauft und spätestens dann wenn man als nicht Windowser gesehen hätte wie cool das System ist bei jemandem der sich einen Rechner samt Betriebssystem geholt hat, hätte man es sich früher oder später auch geholt und verkauft worden wäre es dennoch mit Fertigrechner, da 1. keine Alternative und 2. ein Computer ohne Betriebssystem nutzlos.

Mag sein, dass die Verbreitung in der Anfangszeit nicht so schnell gegangen wäre, jedoch hätte sich Windows auch ohne Raubkopien schnell genug verbreitet, denn in der Anfangszeit gab es wie am Anfang gesagt keine Alternative für Privatanwender eines PCs (und Linux war damals keine! Selbst jetzt läuft ja der X-Server mitunter eines der wichtigsten Dinge für Privatanwender nicht immer richtig).

Was jedoch denkbar gewesen wäre ist, dass sich unter Umständen Mac viel besser verbreitet hätte, aber das waren ja keine PCs. Vielleicht hätte auch Amiga damals überleben können, was meiner Meinung nach sogar einfacher zu bedienen war als Windows (in der Anfangszeit), jedoch eben eher als Spielekonsole betrachtet wurde.

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