Lieber kaltes Essen als eine kalte WohnungDas Leben heutzutage wird immer teurer. Laut der Caritas, einem deutschen Wohlfahrtsverband melden sich bei ihnen immer mehr Hartz IV-Empfänger, die lieber auf eine warme Mahlzeit verzichten, als in einer kalten und dunklen Wohnung zu sitzen. „Wir hören inzwischen vermehrt, dass warme Mahlzeiten in armen Familien vom Speiseplan gestrichen werden, um Strom zu sparen”, so der Freiburger Caritas-Experte für Armutsfragen, Alfred Schleimer. Dieser „Sparwahnnsin” geht sogar so weit, dass sich beim bayrischen Landesverband der Caritas eine alleinerziehende Mutter mit ihrem 7-jährigen Sohn meldete. Sie gab an, sich wochenlang nur von Reis und Nudeln ernährt zu haben. Sie wollte damit Geld für die Energie- und Wasserrechnung sparen. Sie gab an, dass ihr erst kurz zuvor der Strom aufgrund von Zahlungsrückständen abgestellt wurde. „In solchen Fällen sind die Versorger oft knallhart”, sagte Schleimer. Wenn noch mehr Anbieter ihre Preise erhöhten, träten solche Fälle künftig häufiger auf. Es sei daher wichtig, dass der Staat mögliche Nachzahlungen übernehme, um Betroffene vor einer Schuldenfalle zu bewahren. Laut Internet-Verbraucherportal VERIVOX gaben mehr als 318 Energiedienstleister an, zum Jahresbeginn die Versorgungspreise um bis zu 25% anzuheben. Die Linke forderte schon lange spezielle Sozialtarife für Bedürftige. Der Energieriese e.on möchte dennoch dem Vorschlag der Linken folgen und zum Jahreswechsel einen gesonderten Sozialtarif anbieten. Eine genauere Übersicht über die Preisentwicklung ist auf der Seite des StatistischenBundesamtes zu finden. Quelle: n-tv.de Kommentar schreiben |
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