Aufruf zum Ende des Lieferstopps bei den MilchviehhalternDer Lieferboykott bei den Milchviehhaltern hat eine überraschende Wendung genommen: Nachdem auch weitere Handelsketten wie Aldi Nord und Süd zugesagt hatten, die Preise für Milchprodukte zu erhöhen, und nach insgesamt zehn Tagen des Lieferstopps, hat Romuald Schaber, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter, in Berlin vor mehreren tausend Bauern dazu aufgerufen, ab heute Abend wieder Milch auszuliefern. Handel und Molkereien dürften sich aber nicht zu früh freuen, drohte Schaber. Sobald bei den Verhandlungen versucht wird, die Milchbauern zu täuschen, „sind wir wieder da“. Verhandlungen zugesagt haben die Handelsketten Lidl, Rewe, Norma, Plus und auch Aldi Nord und Süd seien für Verhandlungen bereit. So will Lidl ab Montag den Milchpreis pro Liter erhöhen. Ab morgen fließt also wieder die Milch und die große Dürre in den Supermarkten bleibt vorerst aus.
Kommentare/Trackbacks lesen1) Dustin Steiner schrieb am 06.6.2008 um 00:07 Uhr:
Ich verstehe nicht, was die Bauern wollen...so wenig bekommen sie doch gar nicht.
Okey, es könnte mehr sein, aber man muss bedenken, wie die Bauern Fördergelder von der EU nur so in den Arsch geschoben bekommen... | 2) brott schrieb am 06.6.2008 um 18:49 Uhr:
Peinlich finde ich es, zu glauben, dass Milchbauern nur so im Geld schwimmen. Vielleicht solltet ihr hin und wieder einmal aus der Stadt fahren, erkennen dass Kühe nicht Lila sind und einfach mal mit ein paar Bauern (vor allem kleineren) sprechen.
Und die Sache mit dem Markt ("sollen sie halt weniger liefern, dann steigt der Preis"): Die Milchbauern werden pro Liter Milch bezahlt. Dass sie also möglichst viel Milch liefern um damit auch möglichst viel Geld zu bekommen und keine Milch wegschütten, finde ich durchaus verständlich. | 3) Dustin Steiner schrieb am 07.6.2008 um 18:16 Uhr:
@Benno Rott:
Keine Sorge, ich weiß wovon ich rede, ich wohne ganz zufällig am Land ;)
Nicht umsonst gebe ich Kommentare zu Themen ab - würde ich mich nicht auskennen, würd ichs lassen.
Und "im Geld schwimmen" hab ich nicht geschrieben *tz* | 4) brott schrieb am 08.6.2008 um 11:21 Uhr:
"wie die Bauern Fördergelder von der EU nur so in den Arsch geschoben bekommen..." naja... ;-) | 5) Brati schrieb am 08.6.2008 um 15:23 Uhr:
Wenn ich mich recht erinnere, wollte die EU doch sowieso die Subventionierung der Landwirtschaft in naher Zukunft mal kürzen, oder nicht? | 6) Headsick schrieb am 12.6.2008 um 14:33 Uhr:
Die Bauern (bzw. ihr Dachverband) haben anscheinend einfach nicht das Prinzip der Marktwirtschaft verstanden. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Ist viel Milch auf dem Markt, gehen (logischerweise) die Preise in den Keller, weil überteuertes, in Massen verfügbares, einfach nicht gekauft wird.
Wird weniger auf den Markt geworfen, gehen die Preise wieder nach oben. Und daran können weder Gewerkschaften noch Bauern o.Ä. etwas ändern. Hätten die nur im Wirtschaftsunterricht besser aufgepasst. Einfach nur peinlich...
Lg Headsick
Edit: Die alte Version hab ich löschen lassen, weil ich ein paar Wortdreher drin hatte. | 7) Brati schrieb am 12.6.2008 um 22:01 Uhr:
Naja, aber ich halte es für eine berechtigte Frage, ob man Nahrungsmittel vernichten sollte, nur damit weniger auf dem Markt ist, wenn man weiß, dass andere Menschen keine Nahrungsmittel haben. |
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